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Musik, Lieblingssong

Warum mögen wir manche Songs erst, wenn wir sie häufiger hören?

Bild: Colourbox

Du kennst das sicher: Im Radio in Bayern 3 hörst du einen neuen Song, der dir erstmal nicht so gut gefällt. Danach hörst du den Song aber noch ein paar Mal und plötzlich freust du dich, wenn der Song im Radio läuft. Warum ist das so? 

Bei dieser Frage spielt der „Mere-Exposure-Effekt“ eine wichtige Rolle. Dieser Effekt besagt nämlich, dass du Dinge, die du häufig siehst, hörst, schmeckst oder riechst gerne magst. Und dagegen kannst du auch nichts machen. Nimmst du Dinge häufiger wahr, dann werden sie positiver beurteilt. Und das gilt auch für Musik.

Außerdem steigert Vertrautheit die Vorliebe für Musik und bestimmte Songs. Klingt ein neuer Song also ähnlich wie ein anderer Song, den du bereits magst, dann ist die Chance groß, dass du auch den neuen Song schneller als Lieblingssong abspeicherst. Verstärkt wird das Ganze noch von Emotionen, die du mit Musik verknüpfst.  

Musik und Emotionen

Es ist wichtig zu verstehen, dass für uns Musik immer mit Emotionen verknüpft ist. Beim Hören von Musik wird Dopamin ausgeschüttet, weil das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert wird. Das heißt, dein Wohlbefinden steigt und du fühlst dich gut. Dieser Prozess wird reproduziert, wenn du das Lied nochmal anhörst – auch, weil du diese positive Reaktion erwartest, weil du sie schon einmal so erlebt hast. Das verstärkt deine Bindung zum Lied. Diese Verbindung ist aber meistens keine bewusste Entscheidung. Eher ein Prozess, der in deinem Gehirn abläuft. Das ist auch der Grund, warum du manche Songs in Dauerschleife hörst.

Wieso ist Musikgeschmack unterschiedlich?

Welche Musik du magst, hängt von ganz viele Faktoren ab. Dazu gehört zum Beispiel deine (musikalische) Bildung, persönliches Interesse, deine Hörgewohnheiten, aber vor allem auch dein (kulturelles) Umfeld. Fühlst du dich einer bestimmten Gruppe zugehörig – oder möchtest dazugehören – dann interessierst du dich auch für die Kultur und Musik dieser Gruppe. Deshalb prägt uns auch Musik, die wir in unserer Jugend hören, am meisten.  

Kurzzusammenfassung

Du kennst das sicher: Im Radio in Bayern 3 hörst du einen neuen Song, der dir erstmal nicht so gut gefällt. Danach hörst du den Song aber noch ein paar Mal und plötzlich freust du dich, wenn der Song im Radio läuft. Das liegt am sogenannten "Mere-Exposure-Effekt". Und daran, dass Vertrautheit unsere Vorliebe für bestimmte Songs verstärkt. Welche Rolle Emotionen dabei spielen, erfährst du hier!